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Ausstellungsberichte

Böhmentauben auf ihrer Hauptsonderschau 2010 in Viechtach (Nby.)

Unsere Hauptsonderschau 2010 war bei der Vereinsschau des GZV-Viechtach in der Stadthalle Viechtach im Bayerischer Wald, angeschlossen. Bei einreihigem Aufbau in Augenhöhe in einem herrlichem Ampiente, waren unsere Tauben bestens untergebracht. Mit einem Meldeergebnis von 151 Böhmentauben wurden unsere Erwartungen allerdings nicht erfüllt. Der SV der Böhmentaubenzüchter bedankt sich bei der gesamten Ausstellungsleitung sehr herzlich für die professionell abgelaufene Schau.
Mit 37 Meldungen waren die Schwarzen erstmals als stärkster Farbenschlag und in hoher Qualität angetreten. Meist kräftige, kurze Figuren mit substanzvollen, gerundeten Köpfen. Die Zeichnung fast immer in Ordnung. Lobenswert auch die Iris- und Lackfarbe. Einige sollten rötere Augenrandfarbe und in der Latzzeichnung nach AAB korrekter geputzt sein. Angemahnt werden musste auch besserer Rückenschluß und glatteres Nackengefieder. Die zahlreichen hohen Noten gingen an Biereder (v und 2 hv), Distler (v und hv), Vogl v und Wagner hv. In den Meldungen stark verbessert zeigten sich die Roten (28), zumindest in der Kopf- und Deckenfarbe. Figürlich sollten viele kompakter und in der Unterlinie gefüllter erscheinen. Mehrere mussten wegen Schilf in den farbigen Handschwingen abgestuft werden. Hundschell war auch in diesem Jahr mit v und hv auf Alttäubinnen der Gewinner. Dass die Gelben (16) in einer geringen Bandbreite farblich variieren ist eine bekannte Realität. Zu dem zeigten sie relativ gleichmäßige Färbung. Eine geringe Zahl wurde aufgrund zu blasser Augenrandfarbe zurückgestuft. Mehrheitlich sollten sie kräftigere Körper aufweisen. Hv Noten erzielten König und Lang. Die Blauen (22) seit langem in der Meldung Spitzenreiter, haben sich mehr als halbiert und rangierten auf Rang drei. Mehrheitlich kräftige kompakte Figuren mit entsprechend substanzvollen Köpfen, markanter Iris-, Augenrand-, und gleichmäßiger Gefiederfarbe. Nicht neu sind immer wieder eine geringere Anzahl von Übergrößen. Diese sollten in der Bewertung nicht mehr ungeschoren bleiben. Der Preisrichter wünschte im Bindenauslauf im Oberrücken teilweise exaktere Bindentrennung und einige bräunliche gefärbte Iriden wurden vermerkt. Sehr ansprechend wiederum die Braunfahlen (15). Im Typ konnten sie gefallen. Deckenfarbe sehr zart und rein. Die Intensität der Irisfarbe relativ gut gefestigt. Das Hauptproblem sind hier schön gleichmäßig nicht zu breit geformte Flügelbinden im dazu passenden Farbton zu erreichen. In der Realität variieren sie öfters in zu breite, aber auch aufgehellte, im Idealfall aber schön geformte Binden in gefälliger satter Farbe. Die dominierende Zucht stellt seit geraumer Zeit Lanzinger der auch heuer wieder die Spitzenpreise (v und hv) kassierte, hv ging an Lang. Blaugehämmerte (20) wurden in dieser hohen Anzahl schon länger nicht mehr gezeigt. Keine mit zu dichter Hämmerung und alle mit dunkel angepasster Augenrandfarbe. Kompakte Figuren, diese sollten aber noch deutlicher im Stirnanstieg und der Brustwölbung und besonders glatter im Hinterhalsgefieder sein. Das Tier mit der Note v war von Weinzierl. Nur 2 Braunfahl-gehämmerte mit markanter Figur und relativ intensiver Irisfarbe. Im Farbton der Hämmerung aber unterschiedlich und die Hämmerung recht breit und unscharf. Wenig verbreitet sind Rotfahl-gehämmerte (3). Sie wirkten ausgeglichen. In der Kopffärbung sollten sie noch etwas intensiver rot gefärbt sein. 8 Hellblaue mit weißen Binden, wie gewohnt nur ein Aussteller. Im Vergleich zu den Vorjahren nicht mehr in dem relativ einheitlich guten Erscheinungsbild. Figürlich sind sie abgefallen, Binden nicht mehr so rein und nicht ohne dem verpöntem Bindensaum. Dennoch v für Wagner. In der Gesamtbetrachtung war die Präsentation unserer attraktiven Farbentaubenrasse mit ihrem besonders angenehmen Wesen und ihrer enormen Zuchtleistung besonders geglückt. Nicht übersehen werden sollte für die Zukunft Übergrößen nicht nur zu erkennen, sondern als solche entsprechend auch abzustufen. Am Zuchtziel ein glatteres Halsgefieder zu erreichen muss weiter gearbeitet werden.
                                                                             Stefan Distler
                                                                                Zuchtwar
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Böhmentauben auf ihrer Hauptsonderschau 2009 in Bad Aibling

Unsere Hauptsonderschau 2009 war vom 28. bis 29. November bei der Oberbayerischen-Bezirksgeflügelschau in Bad Aibling angeschlossen. Ausgerichtet wurde sie vom GZV Bad Aibling in einem ehemaligen US-Camp., wiederholt hat der GZV-Bad Aibling gut organisierte Sonderschauen für unseren SV durchgeführt. Der SV der Böhmentaubenzüchter bedankt sich bei der gesamten Ausstellungsleitung sehr herzlich für die professionell abgelaufene Schau.

Mit 46 Schwarzen konnte man qualitativ wiederum sehr zufrieden sein. Besonders kräftige kurze Figuren mit substanzvollen, gerundeten Köpfen waren vorherrschend. Die Zeichnung fast immer in Ordnung. Die Hälse nicht mehr so oft wie früher eingezogen, sondern länger und edler getragen. Die Augenrandfarbe sollte teilweise röter gefärbt sein und hie und da die Ortfedern durchgefärbter. Auch leicht angehobene Schwanzhaltung musste erwähnt werden. Höhere Noten erzielten Distler (v), Biereder (v und hv) und Westermeyer (2 hv)

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Die Weiterentwicklung der Braunen (6) scheint zur Zeit gestoppt. Figürlich fehlt noch der kurze Typ. Der Farbton des Deckengefieders der vorgestellten Kollektion variierte noch relativ stark. Stinglhammer F. jun. erzielte auf eine Alttäubin hv.
22 Rote mit unterschiedlicher Körpergröße und Standhöhe. Die Hauptwünsche bestanden in farbige Handschwingen satter durchgefärbt und Nackenbereich weniger betont. Einige Züchter der roten Böhmentauben lassen sich nicht von zu übertriebenem Putzen im Übergang der Nackenzeichnung abhalten und erzeugen dadurch einen unschönen abgesetzten Nackenabgang. Herausragend die mit v bewertete Alttäubin von Hundschell, der auch noch mit hv bedacht war. Ein weiteres hv ging an Huber.
Die Gelben (11) hätten zahlreicher sein können und einheitlicher im Typ und Farbe. Auch hier bestanden die Hauptwünsche in farbige Handschwingen satter durchgefärbt und Nackenbereich weniger betont. Hier hatte Schindler mit hv die Nase vorne.

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Am beliebtesten sind nach wie vor die Blauen mit schwarzen Binden (47). Mehrheitlich mit kräftigen kompakten Figuren mit entsprechend substanzvollen Köpfen, markanter Iris-, Augenrand-, und gleichmäßiger Gefiederfarbe. Wiederum präsentierten sich die 1,0 vorteilhafter im Erscheinungsbild als die Täubinnen. Relativ kurze und eingezogene Hälse und dazu mit zu betontem Nacken und teilweise zu lockerem Hals- und Keilgefieder sind nicht das Zuchtziel was Böhmentauben attraktiv macht. Insgesamt gesehen waren die Hauptangriffspunkte die immer wieder angesprochene ungleiche Bindenführung, diese sollten gleichmäßiger durchgezeichnet und farblich satter erscheinen. Mehrmals angemerkt werden musste das übertriebene Putzen der Farbabgrenzung im Nackenbereich, dies führt zu unharmonischem Nackenabgang. Weiter wurden Aufhellungen bei den farbigen Schwungfedern moniert, sowie waagerechtere Körperhaltung verlangt. Wenige Tiere wurden aufgrund zu langer Hinterpartie und zu geringer Rückenabdeckung bemängelt. Wie in den letzten Jahren schon öfters dominierte Datzman Karl mit seinen Tauben (v und 4 hv, Maier erzielt hv).

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Qualitativ kommen die Blauen ohne Binden (14) seit langem nicht an die Bindigen heran. Zwar hat sich die sattere Schwungfarbe und die angepasstere dunkle Augenrandfarbe deutlich verbessert. Figürlich sollten sie noch gedrungener mit mehr Kopfsubstanz und farblich satter und gleichmäßiger wirken. Ein Tier musste wegen stark aufgehelltem Augenrand zurückgestuft werden. Die 2 besonders positiv in Erscheinung tretenden Tiere mit hv waren von Klinginger und Detterbeck.
Nur 8 Braunfahle zeigten sich ganz passabel. Dies zeigte sich besonders schön in der gleichmäßig zarten Deckenfarbe. Tiere mit etwas zu aufgerichteter Haltung sind weitgehend verschwunden. Hv ging an Lanzinger.

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Sehr ansprechend das Einzeltier in rotfahl. 24 Blaugehämmerte überraschten mit einer deutlich höheren Meldezahl als in den Vorjahren und überwiegend Tiere mit gefälliger Hämmerung. Auch die Schwungdurchfärbung war weitgehenst in Ordnung. Die Spitzennoten gingen An Kaffl (v) und Stinglhammer F. sen (hv).

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Eine mäßige Beschickungszahl von 6 Braunfahl-gehämmerten, sie konnten aber im Typ und der Hämmerung gefallen.
3 Rotfahl-gehämmerte farblich und in der Hämmerung sehr zusagend. Hv ging an Stinglhammer F. jun.
Gelbfahl-gehämmerte waren 4 mit gutem Gesamteindruck vorgestellt. In der Hämmerung sollten sie noch klarer erscheinen. Auch hier war Stinglhammer F. jun. mit hv erfolgreich.

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Die seltenen Hellblauen mit weißen Binden (8), waren figürlich ausgeglichen, aber nicht alle hatten markante Böhmentaubenköpfe. Geringfügige Wünsche notierte der Preisrichter in der Bindenreinheit. Erfolgreich mit v und hv war Wagner.

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Nach sehr langer Zeit wieder 2 Hellblau-weißgeschuppte mit zunächst zufrieden stellender Schuppung, bei der der Rostanflug noch verringert und die Kopffarbe heller werden muss. Beide wurden figürlich kompakter mit waagerechterer Haltung erwünscht.

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Wenn auch die Gesamtmeldezahl von 202 Tieren zum Vorjahr spürbar rückläufig war, so konnte doch die Qualität unserer Böhmentauben mit meist kräftigen, kurzen, kompakten Figuren mit substanzvollen, gerundeten Köpfen bei überwiegend guter Farbe und Zeichnung überzeugen. Das Erscheinungsbild der Rasse könnte aber bei einem Teil durch noch mehr Streben zu festerem Halsgefieder zu einem positiveren Gesamteindruck gesteigert werden.
 

Stefan Distler
Zuchtwart

Bilder von der Sonderschau in Straßkirchen

Sonderschau Straßkirchen 09

Sonderschau Straßkirchen 09

Sonderschau Straßkirchen 09

Sonderschau Straßkirchen 09

Sonderschau Straßkirchen 09

Sonderschau Straßkirchen 09

 

 

 

 

 


               

 

 

Sonderschau 2008 in Nürnberg

Unsere Hauptsonderschau 2008 war bei der Nürnberger Taubenschau angeschlossen, verbunden mit der Bayerischen Landesgeflügelausstellung in Nürnberg,. Mit einem Meldeergebnis von 242 Böhmentauben konnten wir mehr als zufrieden sein. Ausgerichtet wurde sie vom Nürnberger Taubenclub.

Bekannt ist der Nürnberger Taubenclub für bestens organisierte Großschauen und im zweijährigem Rhythmus entsprechend große Nürnberger Taubenschauen. Der SV der Böhmentaubenzüchter bedankt sich bei der gesamten Ausstellungsleitung sehr herzlich für die professionell abgelaufene Schau.

Mit 47 Meldungen waren die Schwarzen zahlreich und in hoher Qualität aufgetreten. Meist kräftige, kurze Figuren mit substanzvollen, gerundeten Köpfen. Die Zeichnung fast immer in Ordnung. Lobenswert auch die Irisfarben. Dennoch musste der amtierende Preisrichter auf ungenügenden Gefiederglanz auf den Decken und oftmals auf mehr Halseleganz, nicht so kurz und eingesteckt wirkend und festeres Halsgefieder, sowie rötere Augenrandfarbe hinweisen. Die zahlreichen hohen Noten gingen an Distler (2 v und hv), Dietrich v und hv und Westermeyer (2 hv).

 

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Die Braunen (10) nehmen weiter zu. Sie konnten bereits mit durchwegs guten Köpfen und Augenrandfarbe aufwarten. Figürlich zeigten sie noch unterschiedliche Körpermasse. Stinglhammer Franz jun. erzielte auf eine Alttäubin v, diese und noch weitere sollten noch etwas mehr Körperkürze aufweisen. Tiere eines Jungzüchters wünschte man im Nacken korrekter geputzt. Mit der geforderten gleichmäßigen Deckenfarbe wird man sicher noch für einige Zeit Abstriche machen müssen.

 

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Zahlenmäßig schwach vertreten 16 Rote, wenn man bedenkt, dass die Roten schon einmal der führende Farbenschlag waren. Größenmäßig sehr unterschiedlich, das Mittelmaß wäre ideal. Ein Teil feiner schöner Tiere, aber eben zu klein. Herausragend die mit v bewertete Alttäubin von Hundschell, der auch noch mit hv bedacht war. Ein weiteres hv ging an Biereder. Ansonsten sollte das Hals- und Deckengefieder manchmal glatter sein. Einige male waren Tiere zu nackenbetont. Die Augenränder sollten öfters zarter und/oder intensiver rot sein.

 

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Auch die Gelben (19) hätten zahlreicher sein können und einheitlicher im Typ. Besonders farblich zeigten nur wenige ein schönes gleichmäßiges gelb. Sehr oft herrschte zu dunkle und zudem ungleichmäßige gelbe Deckenfarbe vor. Figürlich hatten sie überwiegend die betonte Brustfülle, sg Stand und Haltung und markante Köpfe mit gutem Stirnwinkel. 4 Tiere musste ohne korrekte Rückendeckung und offenem Gefieder am Latzende abgestuft werden. Hv Noten erzielten Lang (2) und Wimmer (1).

 

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Der beliebteste Farbenschlag sind nach wie vor die Blauen mit schwarzen Binden (62). Mehrheitlich kräftige kompakte Figuren mit entsprechend substanzvollen Köpfen, markanter Iris-, Augenrand-, und gleichmäßiger Gefiederfarbe. Die 1,0 präsentierten sich im Erscheinungsbild im Vergleich zu den 0,1 vorteilhafter. Bei letzteren vermisste man sehr oft die gewünschte Eleganz. Was bei aller Kompaktheit des Körpers einer Böhmentaube eben auch dazugehört. Relativ kurze und eingezogene Hälse und dazu mit zu betontem Nacken und teilweise zu lockerem Hals- und Keilgefieder sind nicht das was Böhmentauben attraktiv macht. Insgesamt gesehen waren die Hauptangriffspunkt die immer wieder angesprochene ungleiche Bindenführung, diese sollten durchgezeichneter und farblich satter erscheinen. Mehrmals angemerkt werden musste das übertriebene Putzen der Farbabgrenzung im Nackenbereich. Beim genauen betrachten der ausgestellten Tieren fielen besonders positiv die zahlreichen Tiere von Datzmann auf, der alle herausgestellten Tiere mit v und 3 hv stellen konnte.

Die Blauen ohne Binden (10) hatten mehrheitlich nicht die gewünschte Körpermasse und Brustfülle. Das Übel vergangener Jahre rötliche Augenrandfarbe und Spiegel in den Schwungfedern war stark verbessert. Das positiv in Erscheinung tretende Tier mit besonders schöner Farbe und Feder von Jahn (hv) zeigte leichte Schwächen in der Brustfülle.

Sehr ansprechend wiederum die Braunfahlen (22). Im Typ konnten sie gefallen. Deckenfarbe sehr zart und rein mit wunderschönen Binden. Die Intensität der Irisfarbe die laut Bundeszuchtausschuß bei den diversen braunfahlen Farbenschlägen heller ausfallen dürfen waren durchaus intensiv gefärbt, wir werden weiterhin auf eine gewisse Leuchtkraft der orangenfarbigen Iris achten. Immer wieder Tiere mit etwas zu angehobener Brust, an deren Ausmerzung wird gearbeitet. Auf genügend Farbstoff der Binden sollte bei einigen Tieren geachtet werden. Die dominierende Zucht stellt seit einiger Zeit Lanzinger der auch heuer wieder die Spitzenpreise (v und 2 hv) kassierte.

 

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3 Rotfahle bereicherten die Schau. Sie bestachen mit besonders typischen Figuren und satter Bindenfarbe. Die Alttäubin (hv) gehörte Distler.

Auch die Gelbfahlen (2) können aufgrund der bekannten Zuchtschwierigkeiten kaum Fuß fassen. Sie zeichnete sehr gefällige Farbe im Kopf, Latz, Decken und Binden aus. Der 1,0 kam zum hv (Distler), hätte aber etwas mehr Körperfülle vertragen können. Die Täubin wünschte der PR im Rücken noch kürzer.

 

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Die Blaugehämmerten (13) treten seit einiger Zeit auf der Stelle. Sie können nicht mehr an den Zuchtstand vor einigen Jahren anknüpfen. Der PR wünschte wiederholt mehr Brustfülle und Stirnansatz. Außer auf ausgewogenere Hämmerung muss auch auf intensivere Durchfärbung der Schwung- und Schwanzfedern geachtet werden. Die beste Taube mit hv konnte Eberl zeigen.

Eine sehr typhafte, ausgeglichene Kollektion von 5 Blaufahl-gehämmerten. Die Hämmerung jedoch durchwegs klarer und dichter angeordnet. Der Alleinaussteller Schalk und Erzüchter wurde mit hv belohnt.

 

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Mit 14 Braunfahl-gehämmerten Tieren liegen wir im Trend der Vorjahre. Aber auch hier wie im Vorjahr der gehäufte Wunsch zu einer kürzeren kompakten Figur. Das Hämmerungsbild wies eine relativ große Toleranzbreite auf. Die Hämmerungs- und Bindenfarbe sollte zwar nicht ins Blaufahle abdriften, aber auch nicht wie mehrmals festgestellt in Richtung Rosteinlagerungen. Datzmann machte hier mit hv das Rennen.

5 Rotfahl-gehämmerte gemeldet, 4 waren nur angetreten. 3 konnten bei guten Figuren und ansprechenden Hämmerungen gefallen. Ein Tier musste wegen zu stumpfer, verwaschener Hämmerung abgestuft werden. Die mit sg 95 herausgestellte Jungtäubin hatte sehr geringe Rückendeckung.

 

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Auch bei 6 gemeldeten Gelbfahl-gehämmerten kamen nur 5 zur Schau. Figürlich sagten sie zu, die Hämmerung wünschte man allgemein gleichmäßiger und schärfer abgegrenzt. Distler kam zu hv.

8 Hellblaue mit weißen Binden, wie gewohnt nur ein Aussteller. Im Vergleich zu den Vorjahren nicht mehr in dem relativ einheitlich guten Erscheinungsbild. Figürlich sind sie abgefallen, Binden nicht mehr so rein und ohne Bindensaum. Dennoch hv für Wagner.

Insgesamt gesehen war die Präsentation der Hauptsonderschau sehr zufrieden stellend. Beeindruckend die hohe Qualität mit meist kräftigen, kurzen, kompakten Figuren mit substanzvollen, gerundeten Köpfen. Die Zeichnung fast immer in Ordnung. Lobenswert auch die Irisfarben. Das Erscheinungsbild der Rasse sollte aber bei einem Teil durch noch mehr Streben zu festerem Halsgefieder und mehr Halseleganz gesteigert werden. Bedanken möchte ich mich bei den Preisrichterkollegen Nömmer, Basmer und Heiß für ihre korrekte Bewertung unserer Tiere und für die Unterstützung bei der Abfassung dieses Schauberichtes.

             Stefan Distler
             Zuchtwart

 

 

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